Ein führender Tissue-Hersteller wickelte Rollen mit handelsüblichem Toilettenpapier auf Pappkerne. Nachdem die Rollen aus langen Tissue-Stangen in Einzelrollen geschnitten worden waren, wurden in jede einzelne Rolle Endkappen aus Kunststoff eingesetzt. Die Pappkerne und Endkappen waren kostspielig und wurden nach dem Verbrauch der Tissue-Rolle schließlich entsorgt, was unnötigen Abfall verursachte. Der Hersteller wollte die Anzahl der Blätter pro Rolle mithilfe eines Tissue-Wickelsystems erhöhen. Das Ziel war, dadurch die Betriebskosten zu senken und die Nachhaltigkeit des Produkts zu verbessern.
Tissue-Wickelsystem
Das Tissue-Wickelsystem besteht aus einem AutoJet® E1850+ Sprühsystem, das einen feinen Nebel auf das Tissue aufträgt, während dieses direkt auf einen dünnen Metallstab gewickelt wird. Acht PulsaJet®-Düsen mit Luftzerstäubungsvorrichtungen für geringen Durchfluss werden von der Wickelmaschine ausgelöst und sprühen gerade so lange, bis das Tissue an der Metallstange haftet. Die elektrisch betätigten PulsaJet®-Düsen werden in schnellen Zyklen betätigt, um eine sehr geringe Auftragsmenge aufrechtzuerhalten und eine Überbefeuchtung zu vermeiden. Nachdem die Tissue-Rolle vollständig geformt ist, wird der Metallstab aus der Rolle herausgeschoben, sodass nur noch das Tissue-Produkt übrig bleibt. Pappkerne und Kunststoffendkappen werden nicht mehr benötigt.

Ergebnis
Das neue Tissue-Wickelsystem hat dem Hersteller geholfen, alle seine Ziele für die kernlose Tissue-Produktlinie zu erreichen. Durch den Verzicht auf die Papphülsen können mehr Tissue-Blätter auf jede Rolle gewickelt werden. Die jährlichen Einsparungen durch den Verzicht auf Papphülsen und Kunststoffendkappen belaufen sich auf über 40.000 €. Die Amortisationszeit für die neue Sprühanlage betrug etwa sieben Monate. Darüber hinaus hat der Hersteller die Nachhaltigkeit verbessert, indem er Komponenten eliminiert hat, die zuvor entsorgt wurden.