Die Automobilbranche steht sowohl seitens der Kunden als auch seitens der Gesetzgeber unter enormem Druck, die Effizienz ihrer Produkte zu steigern. Da Autos erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben, ist es unerlässlich, dass sich die Branche auf nachhaltigere Lösungen konzentriert. In den letzten Jahren hat dies offensichtlich zur Entwicklung von Alternativen wie Elektroautos geführt. Angesichts der noch unzureichenden Infrastruktur wird es jedoch noch einige Zeit dauern, bis der Wandel abgeschlossen ist.
Bei all dem Fokus auf Alternativen könnte man fast vergessen, dass herkömmliche Verbrennungsmotoren nach wie vor 90 % des Neuwagenmarktes ausmachen. Daher ist es notwendig, die Produktionsmethoden weiter zu verbessern – und genau aus diesem Grund wurden wir von einem der weltweit führenden Automobilzulieferer kontaktiert.
Zündkerzen sind ein wesentlicher Bestandteil von Verbrennungsmotoren. Die Qualitätsanforderungen sind sehr hoch, weshalb auch die Produktionsverfahren diesen Anforderungen gerecht werden müssen.
Während des Produktionsprozesses werden die Zündkerzen geformt, indem Keramikpulver zwischen einer Form (für die äußere Form) und einem Stab (für die innere Form) gepresst wird. Unser Kunde wandte sich an uns, da er Probleme damit hatte, dass das Keramikpulver am Stab haften blieb und die nächste Zündkerze verunreinigte. Dies führte zu Qualitätsproblemen, erheblichen Materialverlusten und häufigen Produktionsstillständen. Als vorübergehende Lösung wurde das Stab manuell mit Silikon behandelt, um ein Anhaften des Keramikpulvers zu verhindern. Leider war dies ein langwieriger Prozess, der zudem Sicherheitsrisiken für den Bediener mit sich brachte.
Da dies offensichtlich ein ineffizienter Ansatz war, wurden wir beauftragt, eine Lösung zu liefern, die das Anhaften des Keramikpulvers am Stab verhindert und die Qualität der Endprodukte verbessert.
AutoJet® Automatisches Sprühsystem
Manuelles Sprühen erscheint oft als akzeptable Lösung, bis man die tatsächlichen Kosten berücksichtigt. In diesem Fall stellten wir fest, dass das manuelle Auftragen erhebliche Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Produktionsprozesses hatte. Jede Stunde musste die Produktion unterbrochen werden, damit die Presse geöffnet, das Sprühmittel aufgetragen, die Presse wieder sicher geschlossen und die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. Häufig kam es zu einer Überdosierung des teuren Silikons, was zudem zu rutschigen Arbeitsbedingungen führte.
Mit unseren automatisierten Lösungen können wir das Silikon sicher auftragen, ohne die Produktion anzuhalten und ohne Material zu verschwenden. Um einen ordnungsgemäßen Auftrag der Silikonlösung auf die Stange zu gewährleisten, führten wir zunächst einige Tests in unserem lokalen Sprühtechnologiezentrum durch. Gemeinsam mit dem Kunden legten wir den idealen Flüssigkeitsdurchfluss, die Druckkonfiguration, den Sprühabstand und die Position für einen effizienten Auftrag fest. Das System, das die erforderliche Leistung erbringen konnte, bestand aus:
- • AutoJet® E1850+ Sprühsteuerung (Zeitsteuerung + externes Triggersignal)
- • Regelplatte
- • Druckbehälter
- • 6x D55500-JAU-Düsen (3 auf jeder Seite)
Ergebnis
Nachdem die Tests die Leistungsfähigkeit des AutoJet®-Systems unter Beweis gestellt hatten, bestellte der Automobilzulieferer die vorgeschlagene Lösung.
Er stellte erfreut fest, dass das System beim Auftragen der Silikonlösung wesentlich effizienter ist als die bisherige Methode. Da Produktionsunterbrechungen nicht mehr erforderlich sind, konnte der Durchsatz deutlich gesteigert werden. Bei der Betrachtung des eigentlichen Produktionsprozesses konnten sie einen starken Rückgang der Silikonkosten feststellen. Zudem gibt es keine Probleme mehr mit gefährlichen Arbeitsbedingungen aufgrund rutschiger Böden.
Am wichtigsten ist jedoch, dass die Zündkerzen wieder den erwarteten Qualitätsstandards entsprechen. Dadurch laufen die Motoren ihrer Kunden mit optimaler Effizienz, wodurch Emissionen und Umweltbelastung minimiert werden.