Ein Zulieferer stanzt Schaumstoff, um Teile für die Automobilindustrie herzustellen. Um ein Festkleben der Messer zu verhindern, wird eine seifenbasierte Schneidschmierflüssigkeit auf das Material gesprüht.
Früher wurde ein Magnetventil verwendet, um den Prozess durch Ein- und Ausschalten der Düse zu steuern. Bei einigen sehr dicken Schaumstoffprodukten wurde das Schneidschmiermittel zusätzlich zur Sprühbeschichtung auch manuell aufgetragen. Leider wurde das Stanzschmiermittel uneinheitlich aufgetragen; es kam häufig zu Verklebungsproblemen, der Schaumstoffabfall war hoch und die Produktionszeit litt darunter.
Eine bessere Methode zum Auftragen des Stanzschmiermittels
Fünf automatisierte AutoJet®-Systeme tragen nun das Schneidschmiermittel auf die Schaumstoffteile auf. Jedes System ist mit einer elektrisch betätigten hydraulischen Sprühdüse vom Typ AA250AUH ausgestattet, die über ein AutoJet E1850+ Sprühsteuerpult gesteuert wird. Die Präzisions-Sprühsteuerung (PSC) stellt sicher, dass die richtige Menge an Schmiermittel auf den Schaumstoff aufgetragen wird, selbst wenn sich die Betriebsbedingungen, wie beispielsweise die Liniengeschwindigkeit, ändern. Das AutoJet E1850+ Sprühsteuerpult ermöglicht die Ein-/Aus-Steuerung der Düse sowie eine einfache Anpassung der Durchflussrate an unterschiedliche Schaumstoffformen und -dicken.

Ergebnis des neuen Stanzschmierverfahrens
Das automatisierte Sprühsystem AutoJet hat zu dramatischen Verbesserungen im Schmierprozess geführt. Das Schmiermittel wird nun gleichmäßig und einheitlich direkt auf den Schaum aufgetragen. Das manuelle Auftragen von Schmiermittel entfällt, und der Schmiermittelverbrauch ist um 50 % gesunken. Zudem hat sich die Schaumstoff-Ausschussquote um 70 % verringert, und der Wartungsaufwand für die Beseitigung von überschüssigem Schmiermittel entfällt, was die Arbeitskosten senkt und eine Steigerung der wöchentlichen Produktion ermöglicht. Die Kosten für das automatisierte Sprühschmiersystem haben sich in weniger als sechs Monaten amortisiert, und es wurden jährliche Einsparungen von 30.000 € erzielt.